Methode

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Wir lenken unsere Aufmerksamkeit sanft auf Stimmklang und Körper und beobachten unsere Empfindungen beim Tönen auf Vokalen. Möglichst ohne Bewertung. Einfach, offen und neugierig. Über die verschiedenen Sinneskanäle erhalten wir Informationen über Beschaffenheit des Klanges, die Spannungsverhältnisse im Körper, die Schwingungsfähigkeit des Körpergewebes.                                                                    Durch diese Rückbezüglichkeit entwickeln wir ein Körper-Klang-Bewusstsein, das uns hilft, vorhandes Potential zu entfalten und blockierende Sing- bzw. Sprechmuster zu erkennen und aufzulösen.

Die verschiedenen im Unterricht gegebenen „Übungen“ und Impulse (z. B. Fragen an den Körper, Fragen an den Klang, Imagination, Stimulation durch Selbstberührung, Tönen mit anatomischen Bildern u.v.m.) schaffen  in uns die nötige Atmosphäre dafür, dass Selbstregulation wirken und  bisher unbewusste oder erstarrte Körperregionen in lebendiges schwingungfreudiges Gewebe verwandeln kann.

Da der Kehlkopf mit dem gesamten Körper in Beziehung steht, wirkt sich die zunehmende Resonanzfähigkeit des Körpers befreiend auf die Kehlkopffunktion aus. Er muss nicht mehr „alles alleine machen“ sondern er darf selbst immer mehr empfangender Klangraum sein: frei schwingend – schwebend – vibrierend – sich selbst regulierend.

Auf diese Weise wird Singen bzw. Sprechen zum Vibrationserlebnis, Verspannungen lassen nach. Die Stimme darf sich ausdehnen, wird klangvoller, tragfähiger, präsenter, freier.

Und ganz nebenbei und total faszinierend und schön –  erhalten wir einen neues Körperbewusstsein in dem der Körper sich als lebendiges, durchlässiges, elastisches, wandelbares und beziehungs- und kommunikationsfreudiges Wesen offenbart!

Im Unterricht können nach Bedarf Lieder aller Genres und Texte klanglich bzw. musikalisch erarbeitet werden.